23.03.26

Der ganz normale Wohnsinn

 Heute ziemlich früh hab ich einen sehr interessanten Podcast gehört: Der ganz normale Wohnsinn - ein Halleluja für vier Wände. Autor ist Thomas Grasberger, ein Bayer der angenehmen Art. 

Zum Inhalt: Wohnen ist ein Menschenrecht. Immer öfter aber ist Wohnraum unbezahlbare Mangelware, hohe Mieten haben längst nicht nur München erfasst, auch andere bayerische Städte und sogar die kleineren Gemeinden auf dem Land. Thomas Grasberger spürt dem ganz normalen Wohn-Sinn nach.

In der Sendung wird eine phantastische Website erwähnt: Moloch München. Sie ist in sehr differenzierter Feinarbeit gestaltet worden von Wolfgang ZänglEr  hätte den Beruf des Erben wählen können oder die Fabrik seiner Eltern für viel Geld verkaufen. Stattdessen schuf er den "Kulturpark", wo Mieten moderat sind und die Mischung bunt ist.

Hier gibt es einen Artikel aus der SZ in dem seine Einstellung gut beschrieben wird. Die Anfragen verschiedenster Immofirmen zu seinem Grundstück sind hier aufgelistet. Seine Stellungnahme von 2019 in Bezug auf den Kulturpark ist hier nachzulesen ....

Im weiteren wird in der Sendung das Buch "Verbietet das Bauen" erwähnt : Seit zehn Jahren wird jedes Jahr mehr gebaut als im Vorjahr. Großstädte klagen trotzdem über Wohnungsmangel. Das beweist: Neubau löst keine Probleme – aber es schafft welche: Spekulation vertreibt Menschen, Abriss zerstört Baukultur, Bauwut schadet dem Klima. In der aktualisierten und erweiterten Neuauflage von »Verbietet das Bauen!« beschäftigt sich Daniel Fuhrhop mit den Diskussionen zu Enteignung, neuem Bodenrecht und Klimakrise.

Zum Schluss des Podcast führt Grasberger die Hörer noch in seine alte Heimat Altötting. Dort gibt es eine Organisation, die schon erfolgreich bezahlbaren Wohnraum geschaffen hat: Das SauRiassl Syndikat ist ein solidarisches Netzwerk aus gemeinschaftlichen und ökologischen Wohnprojekten in der Region um Altötting (Südostoberbayern).


 Bei uns geht es um mehr als nur um gemeinschaftliches Wohnen - und wir sind größenwahnsinnig genug, es hier hinaus zu posaunen: Klimaneutralität, der Aufbau regionaler Versorgungsstrukturen, neue Mobilität, Stromerzeugung, ressourcenschonendes Bauen, Quartiersentwicklung, soziale Gerechtigkeit, politische Arbeit und vieles mehr stehen auf unserer Agenda.
Stabilität, Kreislaufwirtschaft und Gemeinwohl-Ökonomie heißt die Devise des 21. Jahrhunderts. Wir verstehen uns als Teil einer Bewegung, die auf die Grundlage von Gemeineigentum, Selbstverwaltung und demokratischer Planung von unten setzt. Wir wollen mit einer am Bedarf ausgerichteten, nicht profitorientierten Produktion eine auf unendliches Wachstum ausgerichtete Wirtschaftsform überwinden.