Letzthin waren zwei in der Wohnung. Anlass für mich nun etwas mehr über dieses phantastische Insekt zu erfahren. Normalerweise sind sie ja nicht so leicht zu entdecken oder hüpfen schnell davon.
Eingeleitet wird die Paarung durch die Männchen-Gesänge, auf die die Weibchen unterschiedlich reagieren:
Paarungsbereite
Weibchen der Langfühlerschrecken (Ensifera)lassen sich von
den Gesängen der Männchen anlocken und besteigen diese
schließlich. Je nach Art bleiben die Männchen unter ihrer
Partnerin, oder sie ändern ihre Position, indem sie sich z.B. nach
hinten wegdrehen oder sich gar auf den Kopf stellen. Der Partner
ergreift dann mit einem Paar feiner Dornen am Hinterleibsende (den
sog. Cerci) das Hinterleibsende der Partnerin, sondert eine
weißliche gallertartige Spermatophore ab und klebt
diese an die weibliche Genitalöffnung. Daraufhin trennt sich das
Paar wieder – die Paarung dauert hier nur wenige Minuten.
Gleich
nach der Trennung beginnt das Weibchen, die Gallerte aufzufressen,
was mehrere Stunden dauern kann. Währenddessen wandern die Spermien
die Spermien aus dem Inneren der Gallerte in die Genitalöffnung des
Weibchens und befruchten dessen Eier.
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| weibliches Heupferd |
Eiablage
Wenige Tage nach der Paarung beginnt die Eiablage.
Das
Weibchen versenkt seine Eier im Erdreich oder in oberirdischen Medien
wie etwa rissiger Baumrinde, Pflanzenstengeln oder Blättern
Die
Weibchen der Langfühlerschrecken bohren ihre auffällig lange
Legeröhre ins jeweilige Nestsubstrat und legen ihre Eier einzeln
oder in kleinen Gruppen .Die Eier der meisten Arten überwintern, so
dass die nächste Generation erst im nächsten Frühjahr erscheint.
Larvalentwicklung
Die Larven schlüpfen erst nach der Winterruhe im Frühjahr – Das für Insekten so Erstaunliche ist, dass die Larven bereits im ersten Stadium den späteren erwachsenen Heuschrecken ähneln.
Die Flügelanlagen sind zunächst winzig klein und erst in den letzten beiden Stadien deutlich als lappenförmige Gebilde deutlich zu erkennen. Die hinteren Flügel sind hier zwar schon ausgebreitet, aber über die vorderen geklappt, und beide (Vorder- und Hinterflügel) liegen oft etwas versetzt nebeneinander.
Der lange Legebohrer der Laubschrecken entwickelt sich ähnlich den Flügeln und parallel zu den Larvalstadien.
Die einzelnen Stadien werden nicht annäherungsweise anhand ihrer Größen, sondern präzise durch regelmäßige Ereignisse unterschieden, nämlich die Häutungen zwischen ihnen. Während sich der Hinterleib im Zuge des Wachstums durch Dehnung der Häute zwischen seinen Segmenten ständig vergrößert, bleiben die vorderen beiden Abschnitte des Heuschreckenkörpers zwischen den Häutungen gleichgroß und vergrößern sich erst während einer Häutung. Die Haut wird nicht in Teilen abgestreift, vielmehr verlässt die Larve die vollständige alte Hülle.
Die meisten Arten der Schrecken können in Eiform sogar den Winter überdauern, bevor sie sich im Frühjahr in das nächste Stadium weiterentwickeln. Grillen sind bereits im Mai oder Juni ausgewachsen, andere Heuschreckenarten erst im Sommer. Bei manchen Arten wie dem Grünen Heupferd kann die Entwicklung sogar mehrere Jahre dauern.
Videos: Das grüne Heupferd in 60 sec (kurze Übersicht)














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